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In English, please!




"You guys fuckin' rock!"
(Ein Herr im Publikum)

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Die Klarinettisten Ákos Hoffmann und Nora-Louise Müller bieten ein virtuoses Programm zeitgenössischer und unzeitgenössischer Klarinettenmusik an. Neben den spektakulären Bohlen-Pierce-Klarinetten greifen sie auch immer wieder zu herkömmlichen Klarinetten, die sie ebenso kunstvoll zu bedienen wissen. Die Verschiedenheit der Kompositionen, die Vielseitigkeit der Instrumente der Klarinettenfamilie und in einigen Stücken der dezente Einsatz elektronischer Medien formen ein Konzerterlebnis, dass außer uns garantiert keiner anbietet!

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Über die Stücke:

Die Vogelmenschen von St. Kilda“ von Manfred Stahnke für zwei Bohlen-Pierce-Klarinetten verwendet die Bohlen-Pierce-Skala im Kontext von Just Intonation. Stahnke kreiert eine Anzahl humoristischer, teils grotesker Miniaturen.

Beyond the Horizon“ von Georg Hajdu wurde für zwei Bohlen-Pierce-Klarinetten und Synthesizer geschrieben. Der Synthesizer ist nicht nur in Bohlen-Pierce gestimmt, sondern verwendet in der Klangfarbe auch ein gespreiztes Spektrum, das die Teiltöne widerspiegelt, aus der die Bohlen-Pierce-Skala abgeleitet werden kann. Auf diese Weise erreicht Hajdu eine Kohärenz von spektralen, harmonischen und tonalen Dimensionen, ein Phänomen, dem wir auch in traditioneller tonaler Musik begegnen.

Pas de deux“ von Sascha Lino Lemke kombiniert eine Bohlen-Pierce Klarinette mit einer traditionellen B-Klarinette und erschafft auf diese Weise eine sehr besondere Welt der mikrotonalen Harmonie.

In „Night Hawks – a Dark Scene for two Clarinets“ von Fredrik Schwenk, konzipiert für eine Bohlen-Pierce-Klarinette und eine traditionelle B-Klarinette, repräsentieren kurze, sich entwickelnde Motive die dunkle und schattige Brache eines verlassenen Industriegebiets, wie wir sie aus dem Film Stalker von Andrej Tarkowsky kennen.
Die harmonische Grundlage der Komposition sind zwei „Ganztonskalen“: Eine im herkömmlichen gleichschwebenden Zwölftonsystem, d.h. sechs Ganztonschritte in einer Oktave; die andere basierend auf der Bohlen-Pierce-Skala, deren Tonschritte einen Viertelton kleiner sind als ein Ganztonschritt. Hierdurch geschehen immer wiederkehrende Beinahe-Einklänge der beiden Klarinetten, deren Töne dann nur minimal voneinander abweichen und sich intonatorisch aneinander reiben.

Hoquetus II“ von Johannes Kretz verwendet Live-Elektronik, um die harmonischen Eigenschaften des Bohlen-Pierce-Systems hervorzuheben und seine Schlüssigkeit für den Zuhörer greifbar zu machen.

Der Zauberzephir von Todd Harrop ist das erste und bislang einzige Solostück für die bis heute einzigartige Bohlen-Pierce-Tenorklarinette, die sich in unserem Besitz befindet. Leise Melodien und Arpeggi erwecken nehmen den Zuhörer mit in die Atmosphäre eines weichen, warmen Sommerwindes.

In seiner Serie UTOPIE, in der jedes Stück für ein anderes Solo-Instrument konzipert ist, verfolgt Pèter Köszeghy das Ziel, musikalische Grenzen zu sprengen. In „UTOPIE XVII“ ist dies der Fall im Phänomen der Bohlen-Pierce-Skala selbst. Mittels dieses Novums bewegt sich das Stück und mit ihm der Zuhörer in eine fremde Galaxie. Um die Besonderheit der Klänge zu betonen, wird eine Zuspiel-CD verwendet, die den Klarinettenklang akustisch in die faszinierende Unterwasserwelt der Walgesänge einbettet.

SEDNA“ für zwei Bohlen-Pierce-Klarinetten und CD von Pèter Köszeghy kombiniert die beiden Klarinetten mit gesampelten Klängen. Das Werk ist derzeit in Arbeit und wird im November 2010 in Amsterdam uraufgeführt.

Sie sind zu lange im Wald geblieben“ für zwei Klarinetten von Frank Zabel stellt erstmals die brandneue Bohlen-Pierce-Tenorklarinette in den Mittelpunkt. Der ungewohnte Klang des neuen Instruments wird mit der klanglichen Tiefe und Weichheit einer traditionellen Bassklarinette kombiniert.

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